Die Sprache, die Schrift und die Drucktechnik sind die elementaren Werkzeuge des Geisteswissenschaftlers. In jüngster Zeit kamen die computergestützten Textverarbeitungssysteme sowie das Internet hinzu. Es ist unabdingbar, daß ein Geisteswissenschaftler die Grundregeln all dieser Techniken kennt und die damit verbundenen Möglichkeiten und auch Einschränkungen abschätzen kann.
Zur
multimedialen Gestaltung gehört nicht nur der Bildschirm, sondern durchaus auch
das Printmedium. Wer im Multimediabereich Tätig ist, sollte auch in der Lage
sein, Prospekte Faltblätter oder Begleithefte (booklets) zu entwerfen und deren
Herstellungsprozeß überwachend zu begleiten. Gerade, weil diese
Arbeitsschritte heute, anders als noch bis zu Beginn der 90er Jahre, nicht mehr
von den Fachleuten wie Schriftsetzer, Satztechniker oder
Druckvorstufenhersteller getätigt werden, sollte sich der
Geisteswissenschaftler heute mehr denn je ausreichend Grundkenntnisse zu diesen
Fragen aneignen. Im übrigen gelten viele Grundregeln der Gestaltung gleichermaßen
für den Druck- wie Bildschirmbereich - von den Unterschieden wird zu sprechen
sein.
Die Typographie ist - wenn man den Begriff weit faßt - die Lehre der Umsetzung von gesprochener, vergänglicher Sprache auf einen materiellen, unvergänglichen Träger. Es ist die Umwandlung von momentaner Akustik in dauerhafte Optik. Jedes Festhalten von Worten in Schrift ist Typographie. Umgekehrt bedeutet dies, daß jede Form von Schrift wieder in gesprochene Worte zurückinterpretiert werden können muß.
Träger zu sein für das gesprochene Wort ist jedoch nicht die einzige Funktion, die mit der Schrift bzw. der Typographie verfolgt wird. Oft geht es auch darum, mit Hilfe von Schrift und Typographie ein eigenständiges, wertvolles Objekt zu erschaffen, daß unabhängig - oder zusätzlich - von dem Inhalt, den es vermittelt, bestand hat. Daraus ergibt sich eine gewisse Zweckentfremdung der Schrift, die sich mit Hilfe von der Typographie weg von der Sprache, hin zum eigenständigen Gegenstand entwickelt. Soll mit der Schrift nun ein Kunstwerk / Kultgegenstand geschaffen werden, oder soll eine Botschaft vermittelt werden? Dies kann zu ganz und gar gegensätzlichen Absichten bei der Verwendung und Gestaltung von Schrift führen.
Typografie im engeren Sinne bezeichnet die als Kunst oder Kunsthandwerk verstandene Gestaltung einer Textseite, eines Plakats oder eines gesamten Dokuments mittels Schrift, Bildern, Linien, Flächen (Weißräume) und Farben. Mit Mikrotypografie bezeichnet alles, was sich um Schriftgestaltung kümmert, mit Makrotypografie bezeichnet man das Layout einer gesamten Seite oder Publikation.
Die Schrift als Träger einer Botschaft verlangt eine klare, gut leserliche Typographie, die schnell erkannt und erfaßt werden kann, wie bei einem Buch, bei einer Zeitung, oder einer Internetseite. Die Schrift als Kunstwerk verlangt dagegen nach einer ästhetisch ausgefeilten, harmonischen Typographie, wie bei einer Inschrift, einer Urkunde, einem Buchdeckel, einer feierlichen Überschrift. Dabei kommen auch üppige, verschnörkelte Buchstaben zum Einsatz, die oftmals schwer zu lesen und als Fließtext für längere Textabschnitte völlig ungeeignet sind. Von den auf dem Computer so zahlreich zur Verfügung stehenden Schriften eignen sich ein Großteil daher ausschließlich für Überschriften. Wegen ihrer schlechten Lesbarkeit sollten diese "Schmuckschriften" gerade am Bildschirm in ausreichender Größe (z.B. 18 Punkt oder mehr) eingesetzt werden.
Bei der Suche nach dem richtigen Schrifttypus ist es ein Unterschied, ob die Lettern nach ihrer Schönheit oder ihrem formalen Gebrauch beurteilt werden. Eine mehr differenzierte Textur liest sich leichter, als eine eher ausgeglichene, glatte und gleichmäßige Schrift. Besonders bei einer höheren Lesegeschwindigkeit orientiert sich das Auge an auffälligen Merkmalen, an Über- oder Unterlängen, an i-Punkten oder L-Lücken. Je "unschöner", d.h. ungleichmäßiger die Schrift ist, desto besser kann sie vom Auge erfaßt und ausgewertet werden. Auch beurteilt man Leseschriften nicht nach der Schönheit der einzelnen Buchstaben, sondern nach deren Zusammenspiel in Silben. Eine gut komponierter Schriftschnitt ist nicht nach den einzelnen Buchstaben, sondern nach seiner Wirkung in gesetzten Worten gestaltet, den Das Auge liest nicht Buchstabe für Buchstabe, sondern sucht nach häufig wiederkehrenden Wort- und Silbensilhouetten.
Die Schriftgröße, sowie die Zeilenlänge und der Zeilenabstand sind relativ zur gesamten Seite auszuwählen. In einem Taschenbuch ist ein kleine 8 bis 10 Punkt-Schrift sinnvoll, bei einer größeren Buchseite würde dies zu einer zu langen Zeile führen, was ein angenehmes Lesen sehr erschwert, man wählt daher einen Schriftgrad um 10 bis 12 Punkt.
Die meisten Schreibregeln wie Rechtschreibung, Trennregeln, Interpunktion, aber auch Gestaltungsregeln zum Satzspiegel (Layout) wie Spaltenbreite, Zeilenlänge, Zeilenabstand, Schrifttypen, oder Schriftgrößen sind für den eigentlichen Fließtext erdacht worden und dienen dem Zweck, die Schrift in ihrer Eigenschaft als Informationsträger möglichst zu optimieren. Folglich sollten all diese Regeln beim Fließtext auch beachtet werden, wohingegen man sich bei der Gestaltung von Titel- oder Überschriften viele Freiheiten - auch entgegen dieser Regeln - erlauben darf.
Am
Rechner (besonders im Internetbereich) ist hierbei zu beachten, daß die meisten
weiterreichenden Extravaganzen eine Umwandlung der Schrift in eine Pixelgraphik
erfordern, was dazu führt, daß die Schrift als solche z.B. von einer
Suchfunktion nicht mehr erkannt werden kann. Ferner ist zu bedenken, daß
seltene Schriften auf fremden Rechnern wahrscheinlicher weise nicht installiert
sind und daß folglich Texte aus Dateien, die eine solche Schrift anfordern,
nicht korrekt wiedergegeben werden sondern das Wiedergabeprogramm (meist der
Browser) auf eine seiner Standardschriften ausweicht. Im Internet unter html
kann man daher nahezu nur die Times New Roman, die Arial, die Courier oder die
Verdana benutzen, wenn man sicher gehen will, daß der Benutzer der Dateien den
Text auch in der Form zu sehen bekommt, wie man es beabsichtigt hat.
Schriften werden in Schriftgruppen (Klassen, Familien, Kategorien) unterteilt.
Klassischerweise unterscheidet man die folgenden Schriftgruppen:

wobei Fraktur, Antiqua und Egyptienne Serifenschriften, Grotesk und Schreibschrift dagegen serifenlose (Sans-Serif) Schriften sind.
Die Norm DIN 16518 legt folgende Schriftgruppen fest:
| Gruppe | Beispiel | Info | Typische Fonts |
| Venezianische Renaissance-Antiqua | ![]() |
Entwickelt um 1470 vor allem durch Nicolaus Jenson, Venedig, aus der humanistischen Minuskel. Das handschriftliche Vorbild dieser Druckschrift wurde mit der schräg angeschnittenen Breitfeder im Wechselzug geschrieben. |
Berkeley Old Style, Centaur, Deepdene, Horley Old Style, Kennerley Old Style, Trajanus, Schneidler-Mediaeval, Seneca |
| Französische Renaissance-Antiqua | ![]() |
Entwickelt um 1540 vor allem durch den Franzosen Claude Garamond aus der humanistischen Minuskel. Vorbild für die Großbuchstaben war die römische Kapitalschrift (Capitalis Quadrata) und für die Kleinbuchstaben die karolingische Minuskel. |
Garamond, Aldus-Buchschrift, Bembo, Goudy, Palatino, Sabon-Antiqua, Trump-Mediäval, Weiß-Antiqua |
| Barock-Antiqua | ![]() |
Höhepunkt ihrer Blütezeit um 1750. Die Merkmale des Kupferstichs treten stärker hervor (Übergangs-Antiqua). Der Federduktus geht langsam verloren. |
Baskerville, Caslon, Imprimatur, Janson-Antiqua, Poppl-Antiqua, Tiffany, Times-Antiqua |
| Klassizistische Antiqua | ![]() |
Höchste Blütezeit um 1800. Die Buchstabenformen wurden maßgeblich von Bodoni und Didot entwickelt. Vorbild dieser Druckschrift waren die zierlichen Kupferstichschriften. Konsequent konstruierte Buchstaben, die handschriftlichen Merkmale des Federduktus sind verschwunden. |
Bodoni-Antiqua, Didot, Madison-Antiqua, Torino, Walbaum-Antiqua |
| Serifenbetonte Linear-Antiqua | ![]() |
Entstanden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Je nach Aussehen (vor allem der Serifen) wird diese Gruppe weiter unterteilt in a) Egyptienne, b) Clarendon, c) Italienne. | American Typewriter, Beton, City, Memphis, Pica, Rockwell Clarendon, Impressum Hidalgo, Memory, Pro Arte |
| Serifenlose Linear-Antiqua | ![]() ![]() |
Entstanden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Alte Bezeichnung: Grotesk | Avant Garde, Avenir, Franklin Gothic, Frutiger, Futura, Folio, Gill Sans, Helvetica, Lucida, Rotis Sans, Stone Sans, Syntax, Univers |
| Antiqua-Varianten | ![]() |
In diese Schriftgruppe gehören alle Antiqua-Schriften, die, nach ihren Erkennungsmerkmalen zu schließen, nicht in die Gruppen I bis VI eingereiht werden können. Diese Schriften werden als Auszeichnungsschriften für Überschriften und Plakate verwendet, für Textsatz eignen sie sich nicht. |
Arnold Böcklin, Blur, Eckmann, Exocet, Mambo, Revue, Serpentine |
| Schreibschriften | ![]() |
Drucktypen, die aus den sogenannten 'lateinischen' Schul- und Kanzleischriften, aus individuellen Handschriften und künstlerischen Schriftentwürfen entstanden sind. Ursprüngliche Schreibwerkzeuge: Spitzfeder, Breitfeder, Rundfeder, Pinsel oder Kreide. |
Ariston, Ballantines, Berthold-Script, Commercial Script, Diskus, Englische Schreibschrift, Künstlerschreibschrift, Lithographia, Mistral |
| Handschriftliche Antiqua | ![]() ![]() |
Antiqua-Schriften, die in persönlicher Weise vom Schriftkünstler handschriftlich abgewandelt sind. Sie zeigen keine strenge stilistische Systematik wie alle anderen Antiqua- Schriften, sondern betont handschriftliche Originalität. |
Arkona, Delphin, Dom Casual, Express, Impuls, Justlefthand, Poppl-College, Post-Antiqua, Vivaldi |
| Gebrochene Schriften | ![]() |
Auch Deutsche Schriften genannt. Sammelgruppe für alle gebrochenen Schriften. Sie werden heute nur noch sparsam für Auszeichnungen verwendet. Es gibt weitere Unterteilungen nach verschiedenen Merkmalen. | Wilhelm-Klingspor-Gotisch, Tannenberg, Alte Schwabacher, Walbaum-Fraktur |
| Fremde Schriften | In dieser Gruppe werden alle nichtlateinischen Schriften (zum Beispiel griechische, hebräische, kyrillische, arabische, japanische, aber auch Bilderschriften) eingeordnet. | Zapf Dingbats |
Zu Beginn des Computerzeitalters, als der Rechner noch wie eine bessere Schreibmaschine genutzt wurde, gab es nur nicht-proportionale (monospaced) Schriften, bei denen jeder Buchstabe das gleiche Cursorfeld ausfüllen mußte. Anders, als bei der Schreibmaschine ließ es die Technik jedoch bald zu, die Buchstaben nicht in vordefinierten Blöcken, sondern als Pixelgraphik im beliebiger Breite, Größe und Höhe auf dem Bildschirm abzubilden, wobei die Grenzen der Gestaltung jetzt bei der Grobheit/Feinheit der Bildschirmpixel liegen. An Schriften, die auf Monitoren dargestellt werden, gelten besondere Anforderungen. Feine Serifen, leichte Schrägen, Tropfen und weitere Merkmale können bei üblichen Textgrößen (8 - 14 Punkt) nicht sauber dargestellt werden. Daher wurden zum Beispiel von Microsoft für Internet und Multimedia spezielle Bildschirmschriften entwickelt. Diese Bildschirmschriften sind alle serifenlos,
| Font | Schriftbild | Info |
| Andale | Microsoft's freie Version der klassischen Monotype. Gleichmäßige Zeichenbreite ('monospaced'), Schreibmaschinenschrift. | |
| Arial | Design: Patricia Sunders, Robin Nicholas, 1990. Microsoft's freier Ersatz für Helvetica, und besser geeignet für Bildschirme als diese. | |
| Lucida Sans | 1985 von Kris Holmes entworfen. Eine der ersten Schriften, die für Computereinsatz optimiert wurde. | |
| Tahoma | 1995 von Microsoft, steht frei zur Verfügung. | |
| Trebuchet | 1996 von Vincent Connare für Microsoft entworfen. Lehnt sich an die Traditionen serifenloser Linear-Antiqua aus den 30er Jahren an. Gut geeignet für Überschriften und Plakate. | |
| Verdana | 1994 von Mattzhew Carter für Microsoft entworfen. Steht frei zur Verfügung. |
Von einer Schrift gibt es meistens verschiedene Schriftstärken (font weight) und Schriftschnitte (font style). Die gebräuchlichsten Schriftstärken sind 'normal', 'book' bzw. 'medium' für einfachen Text und 'fett' bzw. 'bold' für Auszeichnungen.
Als alternativer Schriftschnitt steht meistens 'kursiv' bzw. 'italic' für Hervorhebungen, Bildlegenden und Zitate zur Verfügung. Von einigen Schriften gibt es auch extra schmal laufende Schnitte ('condensed') oder breite Varianten ('extended').
Eine typische komplette Schriftfamilie ist die 1957 von Adrian Frutiger entworfene 'Univers'. Es war die erste vollständig nach logischen und technischen Gesichtspunkten durchkonstruierte Schrift.

Informationen und Beispiele zu Schriften kann man sich unter http://www.identifont.com/ ansehen.

Die klassische typographische Maßeinheit ist der Didot-Punkt: 1 dd = 0,375 mm.
Für die Computertechnik wurde dieses Maß leicht abgewandelt in 1/72 Inch = 0,352 mm.
In der professionellen Satztechnik wird heute aber auch mit metrischen Maßen gearbeitet, was in der Praxis viele Vorteile hat, wenn Texte
und Bilder miteinander kombiniert werden. In den Layout-Programmen und Textverarbeitungen der Computer findet man für Schriften aber meistens noch die Bemaßung in
typographischen Punkten pt.
Für Screen-Layout und Webdesign kann es auch vorteilhaft sein, alle Maße in Pixeln (px) festzulegen, weil dies zu eindeutigen Werten führt. Angaben in pt resultieren je nach System und Bildschirmauflösung (Apple: 72 dpi, PC: 96 dpi und weitere) in unterschiedlich großen Schriften.
Schriften mit gleichmäßiger Breite der Zeichen heißen monospaced Fonts. Beispiele sind Andale, Courier, Pica. Diese Schriften eignen sich gut für die Darstellung von Tabellen oder Programmiercode; sie stammen ursprünglich von der Schreibmaschine, bei der aus technischen Gründen eine einheitliche Buchstabenbreite erforderlich war.
Die Laufweite einer Schrift bezeichnet den Platzverbrauch der Glyphen auf einer Zeile. Bei großen Textmengen nimmt man eine Schrift mit wenig Laufweite, um mehr Zeichen pro Zeile unterzubringen.
Alle anderen Schriften sind Proportionalschriften. Jedes Zeichen hat eine passende Breite (Dickte), ein 'i' läuft also weniger weit als ein 'w'.
Vollständige Fonts beinhalten nicht nur alle Buchstaben, Ziffern und Satzzeichen, sondern noch eine Reihe von typographischen Sonderzeichen ( %, &, §, $, , @, #, ...), Ligaturen ( ß, æ, ) und Kapitälchen. Insgesamt sind die technischen Möglichkeiten zum Einsatz von Ligaturen am normalen Computer sehr begrenzt bzw. nicht vorhanden. Aber selbst teure Texterstellungsprogramme unterliegen gegenüber dem klassischen Schriftsatz meist noch etlichen Einschränkungen.
Mit Ligaturen bezeichnet man Buchstabenkombinationen, die sich im klassischen Schriftsatz (Bleisatz) zusammen auf einer Type befanden. Besonders in der Frakturschrift gibt es zahlreiche Ligaturen, aber auch viele Antiqua-Schriftschnitte kennen solche zusammengesetzten Buchstaben. Ligaturen sind am Computer auch deshalb nicht unbedingt nötig, weil man bei moderneren Programmen den Laufabstand frei einstellen kann und damit gewissermaßen jede Buchstabenkombination zu einer Ligatur verschmelzen könnte (was jedoch zu unterlassen ist). Außer dem dänischen Æ und dem französischen gibt es Ligaturen nur im Bereich der Kleinbuchstaben (auch das ß, das in Großschrift in SS umgewandelt wird)
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Kapitälchen: Großbuchstaben, die sich in Format und Form harmonisch in den Lesefluß der Kleinbuchstaben einbetten. Sie werden verwendet, damit eine Abfolge von Großbuchstaben nicht unschön aus den Textbild hervorsticht. Im Internet bleibt einem meist nur der Rückgriff auf falsche Kapitälchen, also für die Betreffende Stelle einen kleineren Schriftgrad zu nehmen. Falls sich die falsche Kapitälchen nicht harmonisch in das Schriftbild einpassen, sollte besser auf sie verzichtet werden.
Louis XIV statt Louis XIV; die VIII Legion; es war um XII Uhr Mittags;
Wie schon gestern die SÜDDEUTSCH ZEITUNG berichtete, ...
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Zahlen: In literarischen Texten sollen, sofern vorhanden, die Zahlen in ihrer kleinen Schreibform gewählt werden. Für technisch-mathematische Zahlenwerte immer die großen (standard-) Zahlen verwenden. Bei Schrift-Fonts für den Computer finden sich Zahlen in kleiner Schreibweise leider nur selten; Fonts, die beide Varianten zur Verfügung stellen, sind extrem selten.

Kerning: Eine saubere Mikrotypografie beinhaltet ein richtig durchgeführtes Kerning (deutsch: Unterschneidung). Kerning bedeutet, den Abstand zwischen Glypen zu verringern, um das Schriftbild ausgeglichener wirken zu lassen. In die Fonts sind Kerningtabellen mit eingebaut, die Layout-Programme auswerten können. In der Kerningtabelle stehen bestimmte Angaben zu Zeichenpaare wie 'Wo' und ein Maß für die Verringerung des Abstands zwischen den Glyphen. Kerning wir vor allem bei großen Schriften in Überschriften, auf Buchtiteln und Plakaten eingesetzt, oft vom Designer manuell. Browser beherrschen das Kerning normalerweise nicht; man kann sich nur sehr mühselig mit Stylesheets oder mit Bildern behelfen.

Woge
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Links- und rechtbündigem, Flattersatz, zentriertem Satz und Blocksatz.


Für normale Fließtexte eignet sich linksbündiger Flattersatz oder Blocksatz. Grundsätzlich eignet sich Flattersatz besser für Screendesign und Blocksatz für klassischen Buchdruck.
| Vorteil | Nachteil | |
| Flattersatz | gleichmäßiger Wortzwischenraum wirkt leicht und modern gut für kurze Zeilen kommt ohne viele Worttrennungen aus für Computer leicht zu verarbeiten |
lange Zeilen schwerer lesbar kann unschöne Zackenbildung am rechten Rand bewirken nicht für längere Druckwerke |
| Blocksatz | saubere Ränder, sieht aus 'wie gedruckt' gut für längere Zeilen |
funktioniert nur mit gutem Trennalgorithmus unregelmäßige Wortzwischenräume nicht für kurze Zeilen geeignet |
Browser brechen den Text automatisch am Zeilenende um, beherrschen zur Zeit aber leider noch keine automatische Silbentrennung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Links- und rechtbündigem Flattersatz, zentriertem Satz und Blocksatz. Für normale Fließtexte eignet sich linksbündiger Flattersatz oder Blocksatz.
Browser brechen den Text automatisch am Zeilenende um, beherrschen zur Zeit aber leider noch keine automatische Silbentrennung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Links- und rechtbündigem Flattersatz, zentriertem Satz und Blocksatz. Für normale Fließtexte eignet sich linksbündiger Flattersatz oder Blocksatz.
Browser brechen den Text automatisch am Zeilenende um, beherrschen zur Zeit aber leider noch keine automatische Silbentrennung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Links- und rechtbündigem Flattersatz, zentriertem Satz und Blocksatz. Für normale Fließtexte eignet sich linksbündiger Flattersatz oder Blocksatz.
Browser brechen den Text automatisch am Zeilenende um, beherrschen zur Zeit aber leider noch keine automatische Silbentrennung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Links- und rechtbündigem Flattersatz, zentriertem Satz und Blocksatz. Für normale Fließtexte eignet sich linksbündiger Flattersatz oder Blocksatz.